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RSSPrint

Projektstelle „Miteinander Reden. Demokratisches Gemeinwesen stärken“

10.03.2019

Das Bündnis für Brandenburg, angesiedelt bei der Staatskanzlei der Brandenburger Landesregierung, bewilligte dem Evangelischen Kirchenkreis Cottbus eine 50 %ige Projektstelle für 2019 mit dem Titel „Miteinander Reden. Demokratisches Gemeinwesen stärken“. Diese Projektstelle ist seit dem 1. März 2019 mit Jost Hasselhorn besetzt.

Das Projekt
Die Region Cottbus und Spree-Neiße mit Spremberg ist in besonderer Weise von den Umbrüchen und Entwicklungen der letzten knapp drei Jahrzehnte betroffen. Der  industrielle Umbau, der demographische Wandel, der Wegzug vieler junger Menschen nach 1990, der bisher nicht gekannte Zuzug von Menschen fremder Kulturen und Religionen wie die Diskussionen über den Kohleausstieg stellen die Menschen vor große Herausforderungen.
Das Vertrauen in die Funktionsfähigkeit der staatlichen Institutionen ist teilweise brüchig geworden. In dieser Situation fiel gezielte Stimmungsmache gegen gesellschaftlich und politisch engagierte Menschen, Migranten und Migrantinnen und andere Minderheiten auf fruchtbaren Boden. Verächtlichmachung bis hin zur Bedrohung von Andersdenkenden als Form der Auseinandersetzung fand Akzeptanz. In der Folge dieser Entwicklung ziehen sich Menschen aus dem Gespräch für ein gelingendes Gemeinwesen und aus der notwendigen Diskussion zu Fragen wie dem Umgang mit Menschen anderer Kulturen, Weltanschauungen und Religionen zurück. Dabei wird ein offenes Gespräch in gegenseitiger Achtung über brennende Themen nicht nur öffentlich, sondern auch im persönlichen Umfeld dringend gebraucht.

„Miteinander Reden - Demokratisches Gemeinwesen stärken“ setzt genau hier und soll erfolgreiche Settings schaffen, in denen dieses Gespräch gelingt. Das soll in den kirchlichen Gruppen der Region beginnen, die Menschen unterschiedlicher Meinungen verbinden, aber oft auch nicht mehr zu bestimmten Themen ins Gespräch kommen. Die in den kirchlichen Gruppen gemachten Erfahrungen sollen anderen gesellschaftlichen Gruppen zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist, Menschen zu ermutigen, den Anstrengungen der Auseinandersetzung mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit nicht aus dem Weg zu gehen, sondern im eigenen Alltag konkret Partei für Menschen zu ergreifen, die pauschal angegriffen werden.
Das christliche Menschenbild ist eine gute Hilfe zu gegenseitiger Achtung zu kommen.


Die Person
Jost Hasselhorn, Jahrgang 1962, wohnhaft in der Lüneburger Heide, Mitglied im Vorstand der deutschen Nagelkreuzgemeinschaft und in dieser Eigenschaft Cottbus seit der Entwidmung der Schlosskirche 2014 verbunden, berufliche Erfahrungen in der Erwachsenenbildung: 2001– 2014 Referent Geistliches Leben Stiftung Frauenkirche Dresden, 1999 – 2001 Festbüroleiter „1000 Jahre Bautzen“, davor elf Jahre hauptamtlich Mitarbeiter beim Deutschen Evangelischen Kirchentag

Foto: Helmut Falk

Kontaktdaten
Jost Hasselhorn
Evangelischer Kirchenkreis Cottbus
"Miteinander Reden. Demokratisches Gemeinwohl stärken"
Kirchstraße 1, 03051 Cottbus OT Kahren
Telefon: 01744531976, E-Mail: j.hasselhorn(at)ekbo.de